Schreib_Spur

Ich ziehe eine Schreibspur aus Wörtern hinter mir her.

So viel wie im letzten Jahr habe ich lange nicht mehr geschrieben! Seit meiner Diss vielleicht, die ich schließlich auf gut 400 Seiten komprimiert habe – nicht mitgezählt all die Hunderte von Dateien mit Vorversionen. Und auch ganz zu schweigen von meinem Forschungstagebuch von fast 800 Seiten, in dem ich alle Gedanken entwickelt, alle Schreibblockaden reflektiert und alle Krisen aufgearbeitet habe. Mit der Abgabe habe ich es geschlossen und nicht wieder angefasst.

Jetzt schreibe ich wieder mehr, aber ganz anders, vielfältiger.  In meinem Studium an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin fragte mich neulich eine Kommilitonin in einem Feedback auf eine Schreibaufgabe, warum ich schreibe. Diese Frage nehme ich mir heute vor, um sie hier durchzubuchstabieren. Schließlich handelt dieser Blog auch vom Schreiben. Damit setze ich auch meine Serie zu den „Grundbegriffen“ fort…

Ich schreibe

… um zu denken
… um mir meine Gedanken sichtbar zu machen
… um mich auszudrücken
… um meine Spur zu erkennen „Schreib_Spur“ weiterlesen

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Spurlos

Man sieht ja immer noch nichts!
Das muss doch schneller gehen?!
Da tut sich ja gar nichts.
Wann ist diese Phase denn endlich vorbei?
Was kann man denn da tun?
Ihr muss doch zu helfen sein!?
So kann das doch nicht bleiben!
Das wird wohl nichts mehr.

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Spur aufnehmen

Ein neues Jahr. Eine neue Überschrift für den Blog: Spurensuche. Ich möchte weiterhin auf der Suche sein nach mir, nach dem Raum in mir, in dem ich atmen kann, nach Menschen, die sich mit mir auf den Weg machen und denen ich Wegbegleiterin sein kann. Ich möchte die Spur aufnehmen, dem Pfad folgen, den schon andere gegangen sind.

Am Anfang des Jahres habe ich tatsächlich mal Vorhaben formuliert, um die Rahmenbedingungen für ein gutes, gesundes inneres Wachstum zu gestalten. Dazu gehört, dass ich all die guten Bücher lesen will, die ich in den letzten 2 Jahren bekommen und gekauft habe. In den guten Gedanken und Beschreibungen anderer möchte ich ihre Spur aufnehmen und sie mit meinem Lebensweg verbinden. Von der Liste werde ich hier auch immer mal berichten.

Zur Zeit lese ich Pierre Stutz: Verwundet bin ich und aufgehoben – Für eine Spiritualität der Unvollkommenheit und finde darin sehr viel von meiner derzeitigen Lebensspur. In kleinen Abschnitten lässt er Mystikerinnen und Mystiker aus aller Welt und allen Zeiten zu Wort kommen und verbindet ihre Spur mit seinem Leben. Ich schätze seine Ehrlichkeit und Verletzlichkeit. Dieser Spur möchte ich folgen.

Sein dürfen
ich muss nicht
sondern ich bin begleitet
das in mir zu entdecken
was mir zutiefst gut tut
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