Unverblüht

Wie wird es sein, wenn diese inneren Kämpfe aufgehört haben?

Es wird eine Zeit geben,
wo ich auf Bäume klettere
und niemand warnt, dass es zu gefährlich ist.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich fröhlich das tue, was ich gerne tue,
und keiner es mir verleidet.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich schreibe
und keine Angst mehr vor Bewertung und Kritik habe.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich das Wesentliche lebe
ohne mich zu verzetteln und alles zu tun.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich mich zeigen werde
und niemand mehr draufhaut.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich nicht mehr alles richtig machen muss,
sondern fröhlich Fehler machen werde.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich auf der Bühne glänzen werde
und danach nicht vor Scham im Boden versinke.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich mit Menschen arbeiten werde,
die das Beste in mir zum Vorschein bringen.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich allein bin,
ohne mich einsam zu fühlen.

Es wird eine Zeit geben,
wo es nicht mehr darauf ankommt, was ich kann,
sondern wer ich bin.

Es wird eine Zeit geben,
wo mein Durst nach Anerkennung gestillt sein wird
in einem Meer aus Selbstvertrauen.

Es wird eine Zeit geben,
wo es reicht,
ich selbst zu sein.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich mich so lieben werde,
wie ich bin.

 

To be continued.

Wovon träumt Ihr?

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8 Kommentare zu „Unverblüht

  1. Liebe Christiane,
    lass diese Zeit jetzt beginnen, denn die Zeit ist reif dafür, dass Du Dich so liebst, wie Du bist! Genieße das Bad im Meer des Selbstvertrauens – das ist ein wunderbares Bild. Und wenn die Zeit kommt, in der Du doch noch mal zagst und zögerst, dann erinner Dich an dieses wohlige Gefühl, vielleicht hilft es beim sich Aufrichten heraus aus diesem Wust aus Zweifeln
    Danke für diese wunderbaren Zeilen, es sind auch meine Träume, die Du da beschreibst.
    Liebe Grüße
    Anne

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  2. Liebe Christiane,
    für mich dein zweiter Beitrag zur Blogparade. Und irgendwie auch eine Fortsetzung deiner „Verletzlichkeit“. Ich möchte deine Worte in mir aufsaugen und ganz schnell auf einen Baum klettern. Seltsam, wie sich Sehnsüchte doch ähneln, ich habe extra noch mal im Text 8 für Modul 4 nachgelesen, „Das Mädchen im Baum“, in dem es auch darum geht, mich unzulänglich zu fühlen:
    „Ich schmiegte mich an den Stamm und schloss die Augen, hinter meinen Lidern flackerte es grellorange, feuerrot, blassgelb, scharlach, pink, vom See blies ein Frühlingswind, spielte in meinen Locken, zwischen den Schulterblättern spürte ich mir Flügel wachsen, doch ich hielt den Baum, der mich mit der Erde verband. Stark wie dieser Baum war ich, zum Teil knorrig und krumm, einzigartig gewachsen, mit seinem Platz, sogar einem besonderen Platz.“
    Immer wenn ich das Gefühl habe, nicht zu genügen, stelle ich mir jenen Moment auf dem schottischen Baum vor 25 Jahren vor und es tut gut. Ich hoffe, du hast auch so einen Baum.
    Danke, dass ich diesen Moment gerade wieder spüren konnte.
    LG Amy

    Gefällt 1 Person

  3. Liebe Christiane, seit Beginn des Wintersemesters bin ich Studentin an der ASH im BKS 12 im Modul biographisches und kreatives Schreiben. Im Modul Kulturgeschichte des Schreibens entschied ich mich für das Bloggen. Im Zuge des Bloggens begegnete mir dein Name und mir fiel auf, dass deine Themen oft einen christlichen Hintergrund haben. Darüber möchte ich mit dir ins Gespräch kommen. Liebe Grüße Gaby

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