Unverblüht

Wie wird es sein, wenn diese inneren Kämpfe aufgehört haben?

Es wird eine Zeit geben,
wo ich auf Bäume klettere
und niemand warnt, dass es zu gefährlich ist.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich fröhlich das tue, was ich gerne tue,
und keiner es mir verleidet.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich schreibe
und keine Angst mehr vor Bewertung und Kritik habe.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich das Wesentliche lebe
ohne mich zu verzetteln und alles zu tun.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich mich zeigen werde
und niemand mehr draufhaut.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich nicht mehr alles richtig machen muss,
sondern fröhlich Fehler machen werde.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich auf der Bühne glänzen werde
und danach nicht vor Scham im Boden versinke.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich mit Menschen arbeiten werde,
die das Beste in mir zum Vorschein bringen.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich allein bin,
ohne mich einsam zu fühlen.

Es wird eine Zeit geben,
wo es nicht mehr darauf ankommt, was ich kann,
sondern wer ich bin.

Es wird eine Zeit geben,
wo mein Durst nach Anerkennung gestillt sein wird
in einem Meer aus Selbstvertrauen.

Es wird eine Zeit geben,
wo es reicht,
ich selbst zu sein.

Es wird eine Zeit geben,
wo ich mich so lieben werde,
wie ich bin.

 

To be continued.

Wovon träumt Ihr?

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Verletzlichkeit

Will ich wirklich darüber schreiben? Von diesem Moment, wenn die schützende Hülle reißt und darunter der Kern zum Vorschein kommt. Nackt, zart und verletzlich.  Ich spüre die klaffende Wunde, ich bemerke den Schrecken, den der Riss auslöst. Und ich sehe, was darunter liegt. Es wird sichtbar. Vielleicht für andere sogar erfreulich sichtbar: Ah, das ist sie, da zeigt sie sich. Schön, dich zu sehen. Oder andere bemerken es gar nicht, sondern es geschieht nur in mir. Oder da sind die, die diesen Riss verursachen, die das Messer zücken und noch tiefer hineinstechen, bis es richtig weh tut.

Verletzlichkeit.

„Verletzlichkeit“ weiterlesen

Wunschfrei

Der #BKS11 tut es wieder: Nach der Blogparade zum Thema Digitale Einsamkeit nun eine zu „Wenn ich mir was wünschen dürfte…“ im Rahmen des Moduls Lyrik. Weitere Beiträge sind hier gesammelt.

Und hier kommt mein Beitrag mit dem Titel:

Wunschfrei

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte,
dann würde ich in mich hineinspüren.

Wenn ich in mich hineinspüren würde,
dann würde ich dort Überraschendes entdecken.

Wenn ich Überraschendes in mir entdecken würde,
dann würde ich das Entdeckte auf mich wirken lassen.

Wenn ich das Entdeckte auf mich wirken lassen würde,
dann würde es sich auf mein ganzes Lebens auswirken.

Wenn es sich auf mein ganzes Leben auswirken würde,
dann wäre ich tief glücklich.

Wenn ich tief glücklich wäre,
dann würde mir nichts mehr etwas ausmachen.

Wenn mir nichts mehr etwas ausmachen würde,
dann könnte ich machen, was ich will.

Wenn ich machen könnte, was ich will,
dann würde ich Bücher schreiben.

Wenn ich Bücher schreiben würde,
dann könnte ich meiner Phantasie freien Lauf lassen.

Wenn ich meiner Phantasie freien Lauf lassen würde,
dann wäre ich nicht mehr von dieser Welt.

Wenn ich nicht mehr von dieser Welt wäre,
dann hätte ich den Kontakt zu anderen verloren.

Wenn ich den Kontakt zu anderen verloren hätte,
dann wäre ich traurig und allein.

Wenn ich traurig und allein wäre,
dann würde ich mir etwas wünschen.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte,