Platz

„Nehmen Sie bitte Platz!“

Diese schlichte, alltägliche Aufforderung sagt doch ganz viel: eine Einladung zu Sein an diesem Ort, in dieser Welt, in diesem Leben.

Platz bedeutet, da ist Raum für mich reserviert, ausreichend Platz haben, wo ich sein kann, wo ich mich bewegen kann, einen Platz, wo ich atmen kann. Gibt es einen Platz, der für mich vorgesehen ist? Und muss ich danach suchen?  Wenn ich ihn nicht finde, bin ich dann „fehl am Platz“? Oder gibt es auch andere Möglichkeiten den Platz zu finden? Einen Platzanweiser für das Leben, ein Lebens-Navi haben –  Jetzt bitte links abbiegen, Sie haben Ihr Ziel erreicht – das wäre schön.

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Ortswechsel

Anfang Juli besuchte ich eine Schreib- und Tanzwerkstatt bei  Christina Brudeck und Iria Otto zum Thema Verwandlung. Hier ist dieser Text entstanden:

Heiter und geschäftig waren die Tage,
atemlos und ohne Pause,
voller Energie und innerer Leere.
Bis an die Grenzen der Kraft
schaffte ich, vollbrachte ich, tat ich.
Viel Gutes entstand, Produkte ohne Zahl.
Ich sah sie nicht, ich spürte sie nicht.
Nur im Applaus der Welt war ich da.
In mir blieb ich einsam, leer zurück.
Verborgen blieb ein brennender Schmerz und der schlummernde Schatz
eingeschlossen in mein verletztes Herz.

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Nein!

Ein etwas ungewöhnlicher Einstieg in einen Dialog. Ein Nein klingt nicht einladend, eröffnend, auffordernd. Ich erinnere mich gut an die Phase, als mein Sohn zwei oder drei Jahre alt war und neugierig die Welt entdeckte. Dabei lauerten auch Gefahren, vor denen ich ihn schützen musste. Und es standen auch mal Bedürfnisse gegeneinander, so dass ein entschiedenes und beherztes Nein eine Grenzen setzen musste. Auch wenn es in der Situation hart war und dazu führte, dass eine/r von uns unzufrieden war, führte es doch langfristig zu Klarheit: Mein Wort gilt, daran kannst Du Dich halten. Kindern hilft so eine Klarheit bei der Orientierung in ihrem Leben.

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