Last und Leichtigkeit

12 Wochen Bloggen und 12 Beiträge liegen nun hinter mir. Last oder Leichtigkeit? Beides. Genau wie ich zur Zeit mein Leben empfinde. Deshalb heute ein „und“-Beitrag.

Das Schreiben zum Thema „Leichtigkeit“ ging mir nicht leicht von der Hand. Ich beobachtete stärkeres Zögern, mehr Überarbeiten, längeres Suchen nach Fotos. Ich frage mich, ob es damit zusammenhängt, dass ich nun ganz allein für das Bloggen verantwortlich bin und kein (Studien-)Leistungsdruck mich dazu freundlich ermuntert, auf den „Veröffentlichen“-Button zu klicken. Die auferlegte wöchentliche Regelmäßigkeit war ein nötiger Druck, um den Text tatsächlich rauszuschicken, loszulassen. Sobald ich nur noch aus eigenem Interesse – und natürlich weiterhin für meine verehrte Leserschaft – schreibe, gerät mein Vorhaben ins Wanken. All die von Cameron beschriebenen Ängste ploppen auf, plötzlich fühlt es sich gleichzeitig ernst und unnütz an: Wen soll es noch interessieren, was ich schreibe? Was muss ich jetzt dafür tun, um meine Leserschaft zu halten? Und schon wird es anstrengend, was sich zwischendurch leicht und beschwingt anfühlte. Plötzlich wird zur Last, was vorher Lust und Freude war.

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Musik

Musik streichelt meine Seele.

Konzertsommer. In den letzten Wochen habe ich einige (Open air) Konzerte besucht. Legendäre Größen wie Phil Collins: sehr rührend, diese wunderbare Stimme in diesem gebrechlichen Körper zu sehen und zu hören. Oder die Altmeister Depeche Mode, die noch immer wild auf der Bühne herumwirbeln. Eine ganz besondere Atmosphäre herrschte beim Konzert auf der Waldbühne von Ludovico Einaudi. Ich hätte nicht gedacht, dass diese wunderbare Klaviermusik live und open air so gut rüberkommt.

Einaudi Konzert Berlin 2017
Einaudi live in Berlin, Waldbühne, 4.6.2017 (Foto: C.Henkel)

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Jetzt!

Jetzt! – Die Kunst im Augenblick zu sein. Das Buch von Eckart Tolle mit dem Titel „Jetzt“ hat mich nachhaltig beeindruckt. Es erdet sehr, weil es deutlich macht, dass immer im Augenblick gelebt wird.  Mein Kopf kann in die Zukunft und Vergangenheit reisen, an anderen Orten oder in erfundenen Welten unterwegs sein – mein Körper ist immer im Jetzt. Die Achtsamkeitsbewegung hat diesen Ansatz aufgenommen und lädt mit Meditation und Körperübungen ein, im Jetzt zu sein. Jetzt in diesem Moment habe ich keine Sorgen, weil ich hier am Küchentisch sitze und schreibe. Jede Entscheidung, die ich treffe, treffe ich in dem Moment und kann im nächsten Augenblick anders entscheiden.

Die Gegenwart ist die Zeit, präsent zu sein, ganz da sein, in mir und mit anderen zu sein. Wenn ich bemerke, dass meine Gedanken schon wieder woanders sind, ist das ein Moment von Achtsamkeit. Dann kann ich wieder zurückkommen zu meinem Körper, z.B. über die Atmung, oder über meine Sinneswahrnehmungen: was höre, rieche, fühle ich gerade? Wahrnehmen und wieder loslassen.

Wenn du deine Aufmerksamkeit soviel wie möglich im Körper hältst, dann bist du im Jetzt verankert. (…) Statt dich geistig vom Jetzt wegzubewegen, gehe tiefer ins Jetzt, indem du tiefer in den Körper gehst.
Eckart Tolle, Jetzt!, S. 142-143

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Netzraum

Blogparade #bks11: Digitale Einsamkeit

Dieser Beitrag gehört zur #Blogparade des 11. Jahrgangs des Studiengangs „Biografisches und kreatives Schreiben“ an der ASH Berlin. Zum Thema Digitale Einsamkeit verfassen alle auf ihren eigenen Blogs einen Beitrag und vernetzen sich im digitalen Schreiben. temp-03Eine ganze Welt eröffnet sich im digitalen Raum. Alles, was es im echten Leben auch gibt, findet man im Internet – oder sogar noch mehr. Hier kann ich mich in virtuelle Welten begeben, phantastische Abenteuer erleben, an verschiedenen Orten der Welt 24/7 anwesend sein durch meine Internetpräsenz, meine Homepage, meinen Blog, meine … Ich kann meine Schreibfreiheit unendlich auskosten, mich breit machen in bits und bites.

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